24 Jan Junges Engagement im Sport beim interkulturellen Workshop der AWO

Jeder kennt es und hat es bereits erlebt, den Kontakt mit anderen Kulturen. Doch es ist nicht immer leicht den richtigen Umgang zu finden. In den letzten zwei Jahren hat die Anzahl an geflüchteten Menschen stark zugenommen, sodass der Kontakt zu fremden Kulturen fast alltäglich geworden ist. Der Kontakt findet sich auch im Sport wieder. Oftmals stellt es sowohl die geflüchteten Menschen, als auch die einheimischen Menschen vor große Schwierigkeiten.

Im interkulturellen Workshop der AWO, am 05. Dezember 2016, wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umgang mit fremden Kulturen näher gebracht, sodass mit einem Verständnis für andere Kulturen alltägliche Herausforderung leichter fallen und gemeistert werden können.
Für das Verstehen von anderen Kulturen wurde zu Beginn der Begriff „Kultur“ definiert und aufgezählt was dieser alles umfasst.  In einer kleinen Gruppenaufgabe erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Motivationen für das Beitreten in einen Sportverein. Ein Großteil geflüchteter Menschen ist mit dem Vereinsleben, so wie es in Deutschland besteht, nicht vertraut, sodass häufig ein kleiner Anstoß nötig ist, um geflüchtete Menschen im und durch Sport zu integrieren.
In spielerischen Übungen wurde den jungen Engagierten verdeutlicht, was es heißt, eine Sprache nicht sprechen zu können und ausgeschlossen von einer Gruppe zu sein. Um dies zu verhindern geht entweder die ausgeschlossene Person auf die Gruppe zu oder die Gruppe geht auf die einzelne Person zu. Es benötigt jedoch Mut zu handeln, häufig für die einzelne Person noch mehr als für die Gruppe.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde im Laufe des Workshops deutlich, dass unterschiedliche Sprachen der Kommunikation nicht im Weg stehen. Wenn man jemanden erreichen will und einer Person etwas vermitteln möchte, funktioniert dies auch ohne das Sprechen der gleichen Sprache. Entscheidend ist, dass aufeinander zugegangen wird. Besonders im Sport rückt die Sprache eher in den Hintergrund, denn in erster Linie geht es hier um die gemeinsame körperliche Betätigung, bei der Sprache nur zur Anleitung der Übungen genutzt wird und häufig erklären diese sich auch von alleine.

Zum Abschluss des Workshops kam es zur Feedbackrunde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren hellauf begeistert und konnten in kurzer Zeit viel für ihr sportliches Engagement dazugewinnen. Natürlich gibt es immer wieder neue Herausforderungen durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen, aber durch eine grundlegende Offenheit und den Mut auf Menschen zuzugehen können diese oftmals gemeistert werden. Interkultureller WS 1